Warum klingen so viele Songs gleich?
Hunderte Hits beruhen auf denselben vier Akkorden: I – V – vi – IV (in C: C – G – Am – F). Dreht man die Reihenfolge, entsteht ein ganz anderes Gefühl: vi – IV – I – V klingt nachdenklicher, I – vi – IV – V nach 50er-Jahre-Rock'n'Roll, und IV – I – V – vi trägt gleich mehrere Hits von Taylor Swift. Und Pachelbels Kanon aus dem Barock benutzt eine Folge, die bis heute in Popsongs auftaucht.
Arrangieren heißt: entscheiden, wer wann was spielt. Bass legt das Fundament (Grundton), das Klavier füllt die Harmonie, das Schlagzeug gibt den Groove – und die Melodie darf nur „zwischen“ den anderen Stimmen glänzen. Eigene Melodien zur Akkordfolge erfindet ihr auf der interaktiven Tafel.
Liederbeispiele zu I – V – vi – IV und den umgestellten Folgen nach der englischen Wikipedia, Artikel „I–V–vi–IV progression“. Genannt werden nur Titel und Interpret. Auf dieser Seite erklingt nur die Akkordfolge.